Migräne: Wenn der Kopf dröhnt


Akupunktur beugt vor
Migräne: Wenn der Kopf dröhnt

Plötzlich sind sie da: heftige und anhaltende Kopfschmerzen. Migräne-Anfälle lähmen die Betroffenen und machen die Teilnahme am normalen Leben zeitweise unmöglich. Der Berufsverband der Deutscher Neurologen (BDN) empfiehlt, den Attacken durch Akupunktur gezielt vorzubeugen.
Seltener und weniger schmerzhaft
Etwa 10-20 Prozent aller Erwachsenen leiden unter Migräne. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Ein akuter Migräne-Anfall reißt die meisten Betroffenen unvermittelt aus ihrem Alltag. Werden Sie bereits im Vorfeld aktiv! „Akupunktur kann in den beschwerdefreien Intervallen sehr gut zur Migräne-Vorbeugung eingesetzt werden. Die prophylaktische Wirkung ist der Wirkung vorbeugender Medikamente vergleichbar und daher eine wirksame Alternative“, weiß Dr. Curt Beil vom BDN. Der professionelle Einsatz der Nadeln vermindert die Häufigkeit der Attacken und reduziert die Intensität der Schmerzen. Medikamente haben dagegen oft Nebenwirkungen oder lösen hoch dosiert selbst Kopfschmerzen aus.
Neben der klassischen, chinesischen Akupunktur bieten sich die Sham-Akupunktur-Verfahren an. Diese orientieren sich nicht genau an den traditionellen Akupunktur-Punkten und der Akupunkteur setzt die Nadeln flacher unter die Haut.
Neben Akupunktur helfen Entspannungsverfahren Migräne vorzubeugen, beispielsweise die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Eine andere Alternative bietet die Methode des Biofeedbacks. Hier lernt der Betroffene willentlich die Durchblutung von Arterien zu beeinflussen. Zukünftige Migräne-Anfälle sind weniger häufig und schmerzloser.

Zweimal pro Woche

Planen Sie zwei Akupunktur-Behandlungen pro Woche zu je 20 bis 30 Minuten ein. Insgesamt sind circa 15 Termine nötig. Erste Erfolge zeigen sich meist nach sieben bis acht Sitzungen. In extremen Einzelfällen bessern sich die Beschwerden erst nach 30 bis 40 Behandlungen. Eine Auffrischung nach einigen Monaten erhöht den Erfolg langfristig. Aktuell übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für vorbeugende Akupunktur bei Migräne nicht.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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