Rezepte gegen Kater


Zu tief ins Glas geschaut?
Rezepte gegen Kater
mauritius images / Lutz Wallroth / imageBROKER

Ob Familienfeier, Biergartenausflug oder Party: Wer beim Alkohol über die Stränge schlägt, bezahlt das am nächsten Tag meist mit einem Kater. Was hilft dagegen?

Acetaldehyd und Austrocknung

Das beste Mittel gegen einen Kater ist, gar keinen oder nur sehr gemäßigt Alkohol zu trinken. Doch selbst den Vernünftigsten passiert es, dass sie mal zu tief ins Glas schauen. Zu viel Alkohol führt allerdings meist zu dem bekannten Unwohlsein am nächsten Tag: dem Kater.

Er entsteht durch verschiedene Faktoren. Einer davon ist das durch den Alkoholabbau in der Leber entstehende giftige Acetaldehyd. Bei geringen Alkoholmengen wird es schnell weiter abgebaut. Bei größeren Mengen löst es Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel aus. Verstärkt werden die Beschwerden noch dadurch, dass Alkohol harntreibend wirkt und der Körper austrocknet (dehydriert).

Vorbeugen ist besser als Kater

Wenn man weiß, dass es auf einer Feier hoch hergehen wird, kann man dem Kater etwas vorbeugen.

  • Magen füllen. Vorher gut und ausgiebig essen. Ist der Magen voll, gelangt der Alkohol nicht so schnell in den Blutkreislauf. Auch zwischendurch zu essen hilft.
  • Wasser trinken. Regelmäßig alkoholfreie Getränke einbauen. Das schützt vor dem Austrocknen (Dehydrierung) – und bremst oft ganz nebenbei den Alkoholkonsum.
  • Bewusst wählen. Stark zuckerhaltige oder warme alkoholische Getränke wie Cocktails oder Glühwein können schneller „in den Kopf gehen“. Bier oder Wein werden langsamer aufgenommen und sollten deshalb vorgezogen werden. 
  • Selbstbestimmt bleiben. Sich nicht überreden lassen, mehr zu trinken als gewollt.

Was am nächsten Morgen hilft

Wenn es dann doch zu viel Alkohol wurde, können am nächsten Tag einige Tipps helfen, den Kater wieder zu vertreiben. 

  • Trinken, trinken, trinken. Beim Nachhausekommen oder am nächsten Morgen viel Wasser trinken, um den ausgetrockneten Körper wieder aufzufüllen.
  • Mineralstoffe tanken. Mit der Flüssigkeit können Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium verlorengehen. Den Vorrat füllt man mit Apfelschorle, Orangensaft, Bananen oder Gemüse wieder auf. Elektrolytlösungen aus der Apotheke sind dabei ebenso hilfreich. 
  • Essen. Auch wenn einem etwas übel ist: Eine ausgewogene Mahlzeit bringt den Kreislauf wieder in Schwung und stabilisiert den Blutzucker. Am besten ist eine ausgewogene Mischung aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten. 
  • Schmerzmittel mit Bedacht. Mittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure können gegen Kopfschmerzen helfen, sollten aber nur kurzfristig und gemäß Packungsbeilage eingenommen werden. Paracetamol ist nach starkem Alkoholkonsum keine gute Wahl, da es die Leber zusätzlich belastet.

Oft werden als Geheimmittel Kaffee und das „Konterbier“ empfohlen. Zwar lindert das morgendliche Weitertrinken die unangenehmen Beschwerden, schiebt den Kater aber nur hinaus. Auch Kaffee ist nicht unbedingt empfehlenswert. Größere Mengen davon belasten Magen und Kreislauf zusätzlich.

Quelle: ptaheute

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