Weniger kurzsichtig dank Kontaktlinsen


Bifokale Linsen bei Kindern
Weniger kurzsichtig dank Kontaktlinsen

Jedes zweite Kind in Europa entwickelt eine Kurzsichtigkeit – in Asien sind sogar 90 Prozent von der Fehlsichtigkeit betroffen. Amerikanische Forscher untersuchten nun, ob das Tragen von weichen bifokalen Kontaktlinsen das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit im Kindesalter verlangsamt.

Wachsender Augapfel

Scharfes Sehen ist nur möglich, wenn das Auge das einfallende Licht korrekt bricht. Der Brennpunkt der Sehstrahlen liegt dann genau auf der Netzhaut. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Augapfel die richtige Länge hat. Und die muss er erst einmal erreichen: Denn kommt ein Säugling auf die Welt, ist der Augapfel zunächst zu kurz. Mit zunehmendem Alter wächst der Augapfel – und zwar solange, bis das Auge sowohl in der Ferne als auch in der Weite scharf sieht. Dann stoppt das Wachstum aufgrund von verschiedenen Rückkopplungsmechanismen. Diese funktionieren in den Industriestaaten aber nicht mehr richtig. Gründe dafür gibt es mehrere, so das lange Fokussierungen auf den Nahbereich wie es beim ständigen Schauen auf das Smartphone oder Tablet üblich ist. Auch dass sich Kinder immer weniger im Freien aufhalten, wirkt sich negativ aus. Die Konsequenz: Der Augapfel wächst mehr als er sollte – was zur Kurzsichtigkeit führt.

Wachstumsreiz stoppen

In einigen Ländern wird bereits versucht, dem übermäßigen Wachstum entgegenzuwirken. So wurde beispielsweise chinesischen Kindern eine extra Schulstunde im Freien verordnet. Einen technischeren Ansatz haben nun Forscher aus den USA untersucht: Das Tragen weicher, bifokaler Kontaktlinsen. Anders als bei normalen Kontaktlinsen wird nur ein Teil der Sehstrahlen direkt auf die Netzhaut geleitet, um die Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Der andere Teil der Sehstrahlen wird auf einen Brennpunkt vor der Netzhaut gebündelt, er bleibt also unkorrigiert. Diese „falsch“ gebündelten Sehstrahlen scheinen ein entscheidender Reiz für den Augapfel zu sein, das Wachstum zu verlangsamen. Auch die Entwicklung der Kurzsichtigkeit verlangsamt sich so.

Forscher sprechen Empfehlung aus

Zwar hatten sich die Forscher einen noch größeren Effekt durch die bifokalen Linsen erhofft: Statt der angestrebten 0,65 Dioptrien Differenz erreichten die Forscher nur 0,45 Dioptrien. Dennoch reichen die Ergebnisse für die Wissenschaftler aus, um eine Empfehlung für das Tragen der Linsen auszusprechen. Damit sich das Tragen auszahlt, ist aber ein relativ starker Unterschied zwischen den beiden Sehstärken der Kontaktlinsen notwendig. Die besten Ergebnisse erzielten die Kinder, bei denen die sich Sehstärken der beiden Linsenbereiche um immerhin 2,5 Dioptrien unterschieden.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Bonuspunkte

Ab einem Einkaufswert von 5 € pro Produkt* werden Ihnen Punkte in Höhe von 0,25 € gutgeschrieben!
*Dies gilt nur für nicht-verschreibungspflichtige Medikamente!

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

News

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten
Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten

Schuppenflechte & Akne inversa

Ein Viertel aller Deutschen hat starkes Übergewicht (Adipositas). Das erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern belastet scheinbar auch die Haut.   mehr

Jetzt Reiseimpfung planen!
Jetzt Reiseimpfung planen!

Wenn im Sommer die Ferne lockt

Reisen steht wieder hoch im Kurs, und viele wollen in exotische Gefilde. Doch vor allem in den Tropen drohen gefährliche Infektionskrankheiten. Wer im Sommer dorthin möchte, sollte sich jetzt zu den nötigen Impfungen beraten lassen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Schloss-Apotheke
Inhaber Apotheker Mohamad Shekho
Telefon 06841/7 20 58
Fax 06841/75 78 81
E-Mail info@schloss-apotheke-homburg.de